Gesundheitsmanagent

Warum ist ein persönliches Gesundheitsmanagement notwendig?

Die neue Medizin braucht dringend einen Wandel von einer mechanistischen- hin zu einer Informations-Geist-gesteuerten Weltanschauung!

Seit den Tagen von Galilei, Descartes und Newton, also bereits seit mehreren Jahrhunderten, wird unsere medizinisch wissenschaftliche Gesellschaft von der Anschauung beherrscht, eine gesunde Person gleiche einer gut funktionierenden Schweizer Armbanduhr, ein Kranker dagegen eher einem defekten Räderwerk, dessen mechanische Teile repariert oder ausgetauscht werden müssen.

Krankheit gilt seither als eine Fehlfunktion der biologischen Mechanismen, welche aus Sicht der Zell- und Molekularbiologie untersucht werden müssen.

Die Rolle des Arztes besteht darin physikalisch und chemisch einzugreifen um zu reparieren. Logischerweise sind dann rationales Wissen, Objektivität und Quantifizierung die wichtigsten Kriterien in der medizinischen Behandlung des Menschen. Dagegen finden Intuition, die subjektive Erfahrung und das Wissen um die Persönlichkeit des Patienten, die seit jeher den nahestehenden Hausarzt ausgezeichnet haben, in der medizinischen Fachliteratur, sowie auch in der täglichen Praxis, keine, oder kaum eine Anerkennung.

Wer entscheidet, was Gesundheit bedeutet? Ist es überhaupt möglich, Gesundheit nach objektiven wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu definieren? Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit (WHO), sondern eine subjektive Erfahrung, die man niemals erschöpfend objektiv beschreiben und quantifizieren kann.

Die meisten Erkrankungen ergeben sich aus einer Störung der Funktion des gesamten Menschen, wobei nicht nur der Körper des Patienten betroffen ist, sondern auch zunehmend sein individueller Geist, sein Selbstbewusstsein, seine Abhängigkeit von der natürlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Umwelt, so wie auch laut theoretischer moderner Physik seine Beziehung zum universellen Geist.

Die Medizin des 19 und 20. Jahrhundert verfestigte einen anderen Trend. Demnach lässt sich jede Krankheit jeweils auf eine hauptsächliche Ursache zurückführen entsprechend Rudolf Virchow: "jede Krankheit findet ihren Ausdruck in der strukturellen Veränderung der Zellen" und entsprechend Lewis Pasteur: "Mikroorganismen sind die Ursache einer Krankheit!"

Dies ist die reduktionistische Sicht vom Wesen der Krankheit und dies hat weitere Folgen: Krankheitsbilder werden heute mit bestimmten Klassifikationssystemen erfasst und daraus resultiert die Spezialisierung zu bestimmten Fachdisziplinen. Fast alle Krankheiten werden inzwischen auf molekulare Erscheinungen reduziert, mit dem Ziel, einen zentralen Mechanismus zu finden, den man mit einem Medikament beeinflussen und behandeln kann. Selbst heutige Psychiater konzentrieren sich inzwischen immer mehr darauf, ähnlich wie ihre Kollegen aus der Neurologie, organische Dysfunktionen für psychische Defekte zu finden: Infektionen, Ernährungsmangel oder Gehirnzellschädigungen usw. Natürlich gibt es solche Krankheitsbilder, aber es gibt eben auch die andere Seite.

Die Fachbezeichnung Psychiatrie heißt den Geist (Psyche) heilen (iatreira).

Die Sichtweise: "alle Krankheiten seien molekularen Ursprungs" ist zu engstirnig und stellt eine ernstzunehmende Schwäche der modernen Medizin dar, was heutzutage immer auffälliger wird.

Selbstverständlich sind physiologisch pathologische Aspekte notwendig und nützlich, aber sie reichen offensichtlich nicht aus zur Förderung und Erhaltung von Gesundheit. Es fehlt die Behandlung einer tieferen Ebene, aus der heraus sich alles entwickelt. Keinesfalls ist es zu verwechseln mit einer Psychoanalyse. Eine neue medizinische Wissenschaft muss ihren Horizont erweitern und innerhalb der Erforschung der biologischen Aspekte der Krankheit die Mechanismen der psychischen Konditionierung des menschlichen Organismus ergänzen, die Mechanismen des Einflusses seiner Persönlichkeit und die seines beruflichen und sozialen Umfeldes einbeziehen.

Es ist fraglich, wenn immer wieder behauptet wird, molekulare Mechanismen wären die ausschließlichen Krankheitsverursacher. Der Hauptirrtum liegt offensichtlich in der Verwechslung von Krankheitsprozessen mit Krankheitsursachen. Statt zu fragen warum eine Krankheit auftritt und dann die ursächlichen Bedingungen zu beseitigen, bemüht sich die Ärzteschaft und die medizinische Forschung, die biologischen Mechanismen zu verstehen, nach welchen eine Krankheit abläuft und den Krankheitsverlauf positiv mit Medikamenten zu beeinflussen um somit ihrer Aufgabe zu entsprechen.

Psychische Krankheiten werden primär mit Medikamenten behandelt in der Überzeugung, psychische Probleme seien Krankheiten des Körpers. Die meisten Medikamente beeinflussen aber in erster Linie Symptome und beheben selten die Ursache einer Störung.

Ein gewaltiger Weltmarkt hat sich dafür etabliert. Die Politik stößt sich an den immensen Kosten der Krankenhausmedizin, dabei wird aber nicht in Erwägung gezogen, dass viele Menschen gar nicht erst ins Krankenhaus gekommen wären wenn man den Mechanismen der psychologischen Aspekte des Patienten durch ein Angebot präventiver Maßnahmen nicht vernachlässigt hätte.

Von der gezielten Förderung der jedem Organismus innewohnenden Heilkräfte und der entsprechenden Tendenz, gesund bleiben zu wollen, hört man in der medizinischen Wissenschaft wenig.

Medizinische Wissenschaftler werden erkennen müssen, dass die reduktionistische Analyse der Körpermaschine ihnen kein vollständiges Verständnis der Gesundheit und der Krankheit liefern kann.

Die menschlichen Erkrankungen müssen als Ergebnis des Zusammenwirkens von Körper, Geist und Umwelt gesehen-, untersucht und behandelt werden.

Bis die medizinische Entwicklung voran geschritten ist, sollte sich jeder von uns im Klaren darüber sein, dass er eine große Selbstverantwortung für die Ursachenforschung seiner Erkrankungen trägt!

Die moderne Medizin als vermeintlich wissenschaftliche Disziplin, so wie sie heute praktiziert wird, vermeidet, philosophische und existenzielle Fragen zur Kenntnis zu nehmen.

Die geistige Sphäre wird vom Geltungsbereich der Medizin ausgeschlossen. Es ist ein utopisches Ziel der Medizin, alle Krankheiten mit Hilfe der heute gängigen materiellen Methoden zu besiegen und ausmerzen zu können.

Die Kunst des Heilens sollte eigentlich ein wesentlicher Aspekt auch der heutigen Medizin sein. Heilkundige aller Zeiten beschränkten sich nie auf rein körperliche Symptome. Sie versuchten auf die Psyche des Patienten einzuwirken, um ihn von Ängsten zu befreien, damit konnten sie oftmals die natürlichen Heilkräfte, die in jedem Organismus vorhanden sind, wecken.

Gesundheit, Vitalität, Krank- und Gesund-werden sind integrative Prozesse der Selbstorganisation des Organismus. Diese Selbstorganisation wird maßgeblich vom Geist gesteuert.

Ärzte bekommen heutzutage immer weniger Informationen aus nicht kommerziellen Quellen. Nach und nach sind sie immer mehr in die Abhängigkeit der Pharmaindustrie geraten.

Grundlegendes Ziel jeder Therapie muss es sein, das innere Gleichgewicht des Patienten wiederherzustellen. Medizin und Meditation stammen nicht umsonst aus der gleichen Wurzel: Mederi.

Dies hatte ursprünglich die Bedeutung von "messen", im Sinne von „das innere Maß- oder das Gleichgewicht zu halten“, die Homöostase. Hieraus ergab sich dann die heutige Übersetzung des Wortes „Mederi“, nämlich heilen.

Demnach ist die Aufgabe des Arztes oder Therapeuten, neben den heute üblichen Verfahren auch:

ein Milieu für Heilung zu schaffen und zur autonomen Heilung aufzumuntern, die Behandlung des Patienten auf mehreren Ebenen vorzunehmen, somatisch, geistig und wenn es angebracht scheint, auch spirituell!

Angst, Sorgen und psychischen Stress zu verringern und mehr Selbstbewusstsein sowie ein besseres Selbstwertgefühl zu erzeugen.

Albert Einstein: "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle (Mystische). Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht.Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge ist erloschen."