Der Darm, unser zweites Gehirn

Der Darm sorgt dafür, dass die durch uns aufgenommene Nahrung zur Verwertung der Nährstoffe im Körper weitertransportiert wird, Nährstoffe durch das Blut aufgenommen werden und Stoffwechselendprodukte sowie Toxine (Gifte) aus unserem Körper ausgeschieden werden.

Er versorgt und beschützt uns! Außerdem hat er einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Stimmung! Dafür hat er in seinem Inneren eine intelligente Balance entwickelt, die ihn in die Lage versetzt, sich selbst so gesund wie möglich zu erhalten. Der Darm ist ein wertvoller Schutzwall, der besonders unser Immunsystem unterstützt und entlastet, denn im Darm befinden sich große Teile des Immunsystems. Der Darm wacht über krankmachende Bakterien, Pilze, Parasiten oder Viren, die unseren Verdauungstrakt einnehmen wollen. Auf diese Weise trägt er einen Großteil zu unserem alltäglichen Wohl- oder Unwohlsein bei. Die aktuelle medizinische Forschung führt zu der Erkenntnis, dass es einen immer deutlicher werdenden Zusammenhang zwischen dem Darm und der Geisteshaltung (Psychische Einstellung) eines Menschen gibt. Was im Darm entsteht, gelangt unter Umständen bis in das Gehirn und kann dort für erhebliche Unordnung sorgen.

Ist der Darm mit Toxinen vergiftet und mit den falschen Mikroorganismen belastet, geraten die Stoffwechselfunktionen aus dem Gleichgewicht. Die Hauptursache hierfür sind häufig Eingriffe in das Immunsystem, wie z. B. durch die Einnahme von Antibiotika oder Impfungen (Klassisch: Pilz nach Antibiotika). Die Schleimhäute in den Darmwänden besitzen Immunglobuline, die krankmachende Stoffe und Erreger abwehren. Sind jedoch zu viele Gifte vorhanden, ist nicht nur die Abwehr gestört, sondern auch die Ausscheidung der Gifte. Dies begünstigt unter anderen sehr häufig Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Am Ende dieser Kette kann es sogar zu Löchern im Darm kommen „ Leaky-Gut-Syndrom", dabei werden die Gifte nicht mehr ausgeschieden, sondern sie reizen die Schleimhaut des Darmes und dies führt zu einer Durchlässigkeit. In der Folge gelangen die Gifte in den Blutkreislauf!

Mögliche Folgen können sein:

Übersäuerung

Gärung im Darm (Blähungen)

Verstopfung/Durchfall

Schlechte Nährstoffversorgung

Ständige Bauchschmerzen

Hämorrhoiden

Entzündungen im Darm

Übergewicht

Schwaches Immunsystem

Stoffwechselverlangsamung

wenn der Darm in seiner Funktion gestört ist, leidet unter Umständen der gesamte Organismus darunter. Das Immunsystem wird geschwächt und Entzündungsprozesse können entstehen.

Der Organismus wird immer anfälliger für Infekte, oder es entwickeln sich unter Umständen sogar chronische Entzündungen, z.B. in der Mundschleimhaut, in der Blase, im Magen, im Darm, in den Nasennebenhöhlen oder in den Gelenken. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und die verdaute Nahrung kann nicht mehr richtig abtransportiert werden. Es kommt zu Verstopfungen oder Durchfall und vor allem zu Magendruck und  Blähungen. Die Stoffwechselendprodukte von Erregern, aus der Nahrung, Alkohol, Nikotin oder aus der Einnahme von Medikamente können nicht mehr vollständig ausgeschieden werden und die Schleimhäute bieten nicht mehr ausreichenden Schutz. Dieses kann wiederum Einfluss auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, den Hormon- und Vitaminhaushalt sowie auf den Eiweißstoffwechsel haben. Vor allem der Eiweißstoffwechsel ist im zunehmenden Alter von enormer Bedeutung, da die vom Eiweiß gespaltenen Aminosäuren dafür sorgen, dass Muskelmasse aufgebaut wird und erhalten bleibt. Besonders die mit dem Alter abnehmende Muskelmasse sorgt für zunehmende Bewegungseinschränkungen. Auch bei einer veganen Ernährung kommt es häufig zu einem Mangel an essentiellen Aminosäuren. Diese sind wiederum wichtig für den Schutz der Schleimhäute.

Wenn bereits Verdauungsprobleme bestehen oder eines der oben genannten Symptome, ist es höchste Zeit für eine Entgiftung und Regulierung des Darms. Denn ein gesunder Darm ist die Grundvoraussetzung für einen gesunden und vitalen Körper. Hier bedarf es einer besonders systematischen Vorgehensweise. Gerade, wenn sich ein Candida Albicans manifestiert hat oder ein Reizdarmsyndrom vorliegt.